Sunday, September 5, 2010

Arschlöcher, Assis und andere Jecken

Posted by Jester Lupus On Februar - 27 - 2010

Ich hab mir Gedanken gemacht, wie ich den Blog interessanter gestalten könnte. Eine Idee wäre, wöchentlich einen Preis zu vergeben. So in der Art von “das Arschloch der Woche”. Aber ich fand das zu undifferenziert. Immerhin gibt’s nicht nur schlechte Arschlöcher, sondern auch gute Arschlöcher.

Wikipedia sagt: Das Schimpfwort hat keine genau abgrenzbare Bedeutung: Meistens werden damit Menschen bezeichnet, die als sich selbst erhöhend und dadurch andere kränkend gesehen werden.

Danach sind also Eltern, Kinder, Rentner, Dieter Bohlen, Bushido, Guido Westerwelle, ich, Beamte im öffentliche Dienst und Talcott Parsons schon mal Arschlöcher. Schäuble wäre nach der Definition schon mal kein Arschloch. Der kann sich nämlich nicht ohne Hilfe über Andere erheben. Weder physisch noch psychisch. Ein gutes Arschloch ist auch Serdan Somuncu. Der Mann ist provokativer und kreativer als ich jemals sein könnte. Und das Beste/Traurigste: Er hat Recht.

Jetzt schreit die gepeinigte Masse auf, “Müssen wir uns jetzt immer überlegen wen wir Arschloch nennen und wen nicht? Keine spontan-unpassende Fäkalsprache mehr?” Aber nein. Ist doch eigentlich toll. Man könnte so gut wie jeden Arschloch nennen. Aber im Sprachgebrauch und der Mentalität ist es nun mal mit einem Novum verbunden und strafbar. Wenn man zu 99% straffrei davon kommen will, kann ich nur empfehlen das Altenglische Wort Aerslinger zu benutzen. Meint das gleiche, kennt in den bildungsfernen Schichten – verzeihung, Proletariat – äh will sagen Prekariat – keiner und in der Bourgeoisie – verzeihung meine inzestgeplagte Eliteschicht – wahrscheinlich auch niemand.

Wo wir schon beim Thema Prekariat sind: Der Teil der sich das Hirn scheinbar durch lösen des Bügels in der Achterbahn bei Kopfstand zwangsneutralisiert hat, taucht ja jetzt immer öfter im Fernsehen auf. Wenn man früher Scheiße fliegen sehen wollte, ist man dafür in den Zoo gegangen oder hat um 12 Britt geguckt. Heute kann man die zur besten Sendezeit in Freilandhaltung beobachten.

Jennifer ist 15 und schwanger. Ihr Freund Jason-Justin plärte auf die Frage was er davon halte: “Ich könnte schwörn, isch hab die noch nisch angefasst alla. Aber isch bin schon heftig im po tenter Küsser ehy.” Jennifers kurzer, unsicherer Blick in die Richtung seines Homies Jerom ist ihm zum Glück entgangen.

Meine persönliche Vermutung ist ja, dass das Format der Zukunft der Dog-hug-climbing Contest ist. Da wird so ein Quotenassikanake dann Rücken an Rücken mit einem ausgehungerten, arischen Schäferhund (Das Format muss ja möglichst viele Menschen anspreche)  zusammen gebunden und muss dann mit Kottlets behangen an seiner fetten Assikanakenstatistenschwester hochklettern, an deren vermutlichem Kopfende Kai Pflaume mit der Finalen Frage auf ihn wartet: “Also Jason-San Diego-Mohammed-Muhammed, deine alles entscheidende Frage: Was ist 31+2?” Wenn dieses degenerierte Evolutionswunder es dann schafft für 10 Sekunden mit den Deine-Mudda Witzen aufzuhören, wiedererwarten die 2. Klasse geschafft hat oder sich erinnert, dass das der Anzahl seiner letzten Monat in der Wolfgang Schäuble Jugendvollzugsanstalt verbrachten Tage + die anschließenden, von seiner Mutter brutal aufgezwungenen 2 Tage Hausarrest entspricht, was für ihn einer heterosexuellen Abstinenz von 33 Tagen gleichkommt und er es in Anschluss an diese schier gewaltige Transferleistung schafft, dies zu artikulieren, dann, ja dann hat er sich die ausgelobten 20 Euro + Mc King Gutscheine auch retlich verdient. *Luft hol*

Die Zeichen dafür stehen übrigens gut. Nicht zuletzt weil Rtl II nebem dem Austausch von körperlich verfallenen Subjekten jeglicher Geschlechtsspezifizierung jetzt in der Nachrichtensendung am Samstag die betroffene Bevölkerung mit dem Wochen-Rap-Blick anspricht.

In Haiti sterben die Menschen wie die Fliegen, scheiße Mann Leute, wir müssen zusammen den Hunger und die Krankheiten besiegen, ehy yo!

Übrigens ist momentan Karneval. Also wer in Unkenntnis der Herkunft einer Tradition besoffen umherirren will, muss nicht mehr bis zum nächsten Vatertag warten, hinaus in die Straßen ihr Jecken!

Kölle alaaf!

Ps.: Meine Rechtschreibung wird regelmäßig nachträglich nazifiziert. Danke Cpt. Ulla!

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